El Niño
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Klima El Niño und La Niña
El Niño Die Wettersituation in Normaljahren
El Niño Situation Oktober 2006
Klima El Niño und La Niña
El Niño Passatwinde
El Niño 2006/2007
Themen: Geografie - Erdkunde Klimawandel Klima
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El Niño
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Die Wettersituation in Normaljahren
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El Niño
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In normalen, nicht von El Niño beeinflussten Jahren bläst der Südostpassat, welcher von den subtropischen Hochdruckgürteln zur Äquatorialen Tiefdruckrinne weht und durch die Erdrotation (Corioliskraft) abgelenkt wird, im Bereich des Äquators von Osten nach Westen. So treibt er kühles Oberflächenwasser von der südamerikanischen Küste nach Westen. Durch die Verschiebung der Wassermassen entsteht ein Kreislauf.

Dem in Südostasien ankommenden inzwischen erwärmten Oberflächenwasser weicht kaltes Wasser in genau umgekehrter Richtung aus. So bewegt sich kaltes, nährstoffreiches Wasser, welches sich wegen seiner grösseren Dichte in tieferen Regionen des Pazifiks befindet, von Westen nach Osten. Vor Südamerikas Westküste gelangt dieses Wasser in den Auftriebsgebieten an die Oberfläche. Deshalb befindet sich dort der kalte und nährstoffreiche Humboldtstrom.

Dieser Wasserzirkulation ist eine Luftzirkulation (Walkerzirkulation) überlagert. Ein wichtiger Bestandteil dieser sind die Südostpassatwinde, welche in Richtung Südostasien wehen. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Oberflächentemperaturen im tropischen Pazifik.

Passatkreislauf
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Duerre
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Führt der Klimawandel zu Super-El Niños?
Was ist ein El Niño?
El Niño - Bedingungen

Vor Indonesien

So steigt in Normaljahren die Luft über dem warmem von starker Sonneneinstrahlung erwärmten Oberflächenwasser vor Indonesien auf und es entsteht ein Tiefdruckgebiet in dieser Region. Diese Tiefdruckzone nennt man auch innertropische Konvergenzzone (ITC), da hier Südost- und Nordostpassat zusammentreffen. Die Winde werden grundsätzlich vom Tief angesogen. So steigen Luftmassen, die am Boden zusammengeströmt (Konvergenz) sind, in einem Tiefdruckgebiet auf.

Vor Peru

Auf der anderen Seite des Pazifiks befindet sich in Normaljahren ein relativ stabiles Hochdruckgebiet vor Südamerika (Peru). Die Luftmassen aus dem Tief werden durch eine hohe Westwindströmung in diese Richtung getrieben. Sie sinken in dem Hoch ab und strömen am Boden wieder auseinander (Divergenz). Dieses Hoch ist nur deshalb entstanden, weil sich darunter kaltes Oberflächenwasser befindet, welches die Luft zum Absinken veranlasst. Um den Luftstromkreislauf zu schliessen, blasen die Passate in östlicher Richtung zum indonesischen Tief.

In Normaljahren

In Normaljahren befindet sich im südostasischen Raum ein Tiefdrucksystem und vor der Westküste Südamerikas ein Hochdrucksystem. Dadurch entsteht ein enormer Luftdruckunterschied von dessen Grösse die Intensität der Passatwinde abhängt. Durch das voranschieben groer Wassermengen durch die Passatwinde ist der Meeresspiegel vor Indonesien um ca. 60 cm höher als vor Peru. Ausserdem ist das Wasser dort ca. 10°C wärmer. Dieses warme Wasser ist Voraussetzung für heftige Regenfälle, den Monsun und Wirbelstürme, die in diesen Gegenden häufig vorherrschen.

Die beschriebenen Zirkulationen gewährleisten, dass immer kaltes und nährstoffreiches Wasser vor der südamerikanischen Westküste ist. Deshalb befindet sich auch dort der kalte Humboldtstrom direkt vor der Küste. Gleichzeitig bedeutet dieses kalte und nährstoffreiche Wasser immer Fischreichtum und ist damit die wichtigste Lebensvoraussetzung für das ganze Ökosystem mit all seinen Tieren (Vögel, Robben, Pinguine usw.) und den Menschen. Denn jene leben an Perus Küste hauptsächlich von der Fischerei.

Duerre
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