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Kanton Aargau: Industriekulturpfad «Wasserschloss» - Kleinwasserkraftwerk Stroppel

Aarau, 18.09.2000

Der Regierungsrat erteilte dem Kraftwerk Stroppel, Untersiggenthal, eine neue Konzession. Damit kann die PROMA Energie AG das Kleinkraftwerk sanft ausbauen und für weitere 70 Jahre nutzen. Auch die Natur im Wasserschloss zieht Nutzen daraus.

Das kleine, 1907 erbaute Wasserkraftwerk Stroppel liegt am Industriekulturpfad Limmat-Wasserschloss. Es nutzt die Wasserkraft der Limmat mit seinen zwei ursprünglichen Francismaschinen und einer 1997 installierten Kaplanturbine.

Der Regierungsrat erteilt der PROMA Energie AG eine neue Konzession. Sie erlaubt der Kraftwerkbetreiberin für weitere 70 Jahre eine technisch verbesserte und wirtschaftlichere Nutzung der Anlage. Durch eine leichte Erhöhung der Ausbauwassermenge sowie des Nutzgefälles um rund 0.3 Meter wird die Energieproduktion um rund 15 % gesteigert.

Die vom derart erneuerten Kraftwerk Stroppel künftig erzeugte Jahresproduktion von rund 3.8 Mio. kWh deckt den Bedarf von ca. 800 Haushalten.

Stroppel und das ihm gegenüberliegende Nachbarskraftwerk Gebenstorf nutzen künftig 57 Kubikmeter pro Sekunde (m3/s) der Limmat, ein kleiner aber dennoch wichtiger Anteil, verglichen mit 140 m3/s beim KW Wettingen oder 100 m3/s in der Aue, Baden.

Ökologische Begleitmassnahmen vorgesehen

Das Kraftwerk Stroppel liegt im empfindlichen Landschafts- und Auenschutzgebiet des Wasserschlosses. Verschiedene ökologische Begleitmassnahmen am und um die Anlage tragen dieser Gegebenheit Rechnung:

Stroppel
Die Ausserbetriebnahme des Kraftwerkes bei Hochwasser der Limmat verbessert die Auendynamik.
Die Sommer-Restwassermenge in der Limmat wird erhöht. Zusammen mit dem KW Gebenstorf erreicht sie bei Niederwasser rund 10 m3/s.
Der heute abgeschnittene, alte Limmatarm bei der Stroppelinsel wird wieder durchflossen. Dadurch ist der Unterwasserkanal wieder mit der Limmat vernetzt.
Störsteinen im Oberwasserkanal verbessern die Strömungsverhältnisse für die Fische.

Diese Massnahmen verbessern die Lebensbedingungen der Wasserfauna. Selbst der Biber freut sich am Projekt.

Quelle: Kanton Aargau; Regierungsrat, 18.09.2000

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