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Wetter und Umwelt Forschung - Umweltsatelliten
Altimetry Satellit «Jason-3» Jan 2016
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Altimetry Satellit «Jason-3»

Jason-3, ein hochpräziser altimetry Satellit zur Messung des Meeresspiegels, ist um 19:42 Uhr MEZ (10:42 Uhr Ortszeit) von der Luftwaffenbasis Vandenberg mit einer Falcon 9 Trägerrakete der privaten Firma Space Exploration Technologies (SpaceX) im Auftrag US-Raumfahrtbehörde NASA und der US-amerikanischen Wetter- und Meeresbehörde (NOAA) gestartet.

Die Kontrolle über den Satelliten wurde anschliessend vom Centre National d'Etudes Spatiales (CNES), der französischen Raumfahrtbehörde, übernommen, die über die nächsten drei Tage Vorumlaufbahn-Arbeiten, wie die Konfiguration der Plattform und der Nutzlast, durchführen wird.

Jason-3 stellt den Fortbestand der einzigartigen Klimadatenaufzeichnungen des mittleren Meeresspiegels sicher, die mit Topex-Poseidon im Jahr 1992 ihren Anfang nahmen und dann von Jason-1 und Jason-2 fortgesetzt wurden.

Weiterhin werden die Jason-3-Messungen der Meereswellen und der Oberflächentopographie der Ozeane wichtige Daten für numerische Vorhersagen des Seegangs und der Meeresströmungen sowie für andere Anwendungsfelder in den Bereichen Meteorologie und operationelle Ozeanographie liefern.

Die Messungen von Jason-3 werden zudem in numerische Vorhersagemodelle eingespeist, die Atmosphären- und Ozeandaten für saisonale Vorhersagen verknüpfen.

Um die Kontinuität der Messungen und Klimadatenaufzeichnungen aus dem Jason-Orbit sicherzustellen, wird Jason-3 vor dem Regelbetrieb mit Jason-2 kalibriert.

Über Jason-3

Jason-3 ist das Ergebnis einer internationalen Partnerschaft zwischen EUMETSAT, der französischen Raumfahrtbehörde (CNES), der US-amerikanischen Wetter- und Meeresbehörde (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOAA), der US-Raumfahrtbehörde NASA sowie der Europäischen Union, die die europäischen Beiträge zum Jason-3-Betrieb als Teil des Copernicus-Programms finanziert.

Im Rahmen des Copernicus-Programms ist Jason-3 die Referenzmission für die Kreuzkalibrierung der meerestopographischen Beobachtungen durch Sentinel-3 und der Vorläufer für die künftige, ebenfalls von Europa und den USA gemeinsam durchgeführte Sentinel-6/Jason-CS-Mission.

Die Daten von Jason-3 werden von EUMETSAT, CNES und NOAA verarbeitet, wobei EUMETSAT auf Seiten des Copernicus-Programms der EU für die Bereitstellung der Datendienste für Nutzer in den EUMETSAT- und EU-Mitgliedsstaaten sorgt. Der Datenzugriff in Europa erfolgt über eine Multi-Missions-Infrastruktur, die von EUMETSAT und CNES bereitgestellt wird. Dazu gehören auch das Echtzeit-Datenverteilsystem EUMETCast, das Erdbeobachtungsportal, Archive sowie das AVISO-Datensystem der CNES.

Über EUMETSAT

Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, mit derzeit 30 europäischen Mitgliedsstaaten (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich) und einem Kooperationsstaat (Serbien).

EUMETSAT betreibt gegenwärtig die geostationären Satelliten Meteosat-8, -9, -10 und -11 über Europa und Afrika sowie Meteosat-7 über dem Indischen Ozean.

EUMETSAT betreibt ausserdem zwei polarumlaufende Metop-Satelliten als Bestandteil des Initial Joint Polar System (IJPS) mit der US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

EUMETSAT ist auch Partner in den von Europa und den USA gemeinschaftlich durchgeführten Jason-Missionen zur hochpräzisen Meeresspiegelmessung (Jason-2, Jason-3 und Jason-CS/Sentinel-6).

Die Daten und Produkte der operationellen EUMETSAT-Satelliten leisten einen bedeutenden Beitrag zur Wettervorhersage und zur Überwachung der Umwelt und des Klimawandels.

Von 2016 an, wird EUMETSAT die Meeresüberwachungsmission Copernicus Sentinel-3 in Zusammenarbeit mit der ESA und im Auftrag der EU nutzen und Datendienste an den Copernicus-Meeresüberwachungsdienst liefern.

Quelle: Text EUMETSAT, 17. Januar 2016
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«Fernerkundung - Die Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum»
Erdbeobachtungssatelliten Umweltprogramm Copernicus
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