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Wandern Schweiz: Graubünden |
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Allegra e bainvgnü in Engiadina Bassa
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Val Sinestra
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Das Unterengadiner Val Sinestra ist Landschaft des Jahres 2011
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Die Gemeinden Ramosch und Sent erhalten die Auszeichnung «Landschaft des Jahres» für das auf ihrem Gemeindegebiet gelegene Val Sinestra. Das vom wilden Bergbach Brancla durchströmte Tal zeigt eine harmonische Verzahnung von Natur- (namentlich Wald-) und Kulturlandschaft. Sent und Vnà haben sorgfältig entwickelte Ortsbilder von nationaler Bedeutung mit Hangterrassen. Die Waldlandschaft auf der orographisch rechten Talseite und die weitgehende intakte Naturlandschaft in den Seitentälern Val Laver und Val Chöglias sind eindrücklich, ebenso die Erdpyramiden in Prà San Peder. Der Berggasthof Zuort mit der Kapelle und das Kurhaus Val Sinestra mit seinen arsenhaltigen Eisenquellen sind geschichtsträchtige Orte inmitten eindrücklicher und dynamischer Natur. Die Maiensässe Griosch und Prà San Peder werden von einheimischen Landwirten bewirtschaftet und sind im Sommer von einem einzigartigen Blumenteppich übersät. Die beiden Gemeinden setzen sich für eine sanfte touristische Entwicklung im Val Sinestra ein, im Einklang mit Landwirtschaft, Natur und Landschaft. |
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Landschaft des Jahres 2011: Val Sinestra
Als Landschaft des Jahres 2011 wurde das Val Sinestra im Unterengadin ausgewählt. Der Preis geht an die beiden Gemeinden Sent und Ramosch. Die Auswahlgründe sind die Folgenden:
1. Hohe landschaftliche Werte:
Das Val Sinestra zeigt eine harmonische Verzahnung von Natur- (namentlich Wald) und Kulturlandschaft. Vnà ist ein sorgfältig entwickeltes Ortsbild von nationaler Bedeutung mit Hangterrassen. Die Waldlandschaft auf der orographisch rechten Talseite und die weitgehend intakte Naturlandschaft in den sich verzweigenden Seitentälern Val Laver und Val Chöglias sind eindrücklich, wie auch die Erdpyramiden in Prà San Peder. Der Pflanzen- und namentlich Orchideenreichtum im Val Sinestra ist einzigartig. Der Berggasthof Zuort mit der Kapelle ist ein geschichtsträchtiger Ort inmitten eindrücklicher Natur, und das seit über 100 Jahren bestehende Kurhotel Val Sinestra hat eine mystische Ausstrahlung.
2. Lokales Engagement:
Die beiden Gemeinden setzen sich für eine sanfte touristische Entwicklung im Val Sinestra ein, im Einklang mit Landwirtschaft, Natur und Landschaft. Darüber hinaus beschreitet die Fundaziun Vnà mit dem Projekt "Dezentrales Dorf-Hotel" neue Wege. So soll explizit auf Neubauten von Ferienwohnungen verzichtet werden. Das stilvoll renovierte Dorf-Hotel Piz Tschütta ist ein neuer (touristischer) Anziehungspunkt in Vnà. Die Erschliessung ins Val Sinestra ist bescheiden und auf den Langsamverkehr ausgerichtetEs besteht eine gute ÖV-Anbindung nach Vnà und bis zum Kurhotel Val Sinestra (Postautoverbindung im Sommer).
3. Laufende Projekte:
Das Dorf-Hotel Vnà beruht auf einem innovativen Konzept, das auf der Nutzung des Bestehenden beruht. Die beiden Gemeinden Sent und Ramosch sind zudem im Stiftungsrat der Stiftung Pro Terra Engiadina (PTE) vertreten, die zum Ziel hat, die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft im Unterengadin in allen Facetten zu erhalten und zu fördern. Die PTE versteht sich als Plattform für den Natur- und Kulturraum Unterengadin und Samnaun, koordiniert eigene Projekte und unterstützt auch Projekte Dritter. Das von der SL mitinitiierte Projekt "Inscunter", das die Förderung eines integralen Landschaftsschutzes und naturnahen Tourismus sowie die bessere Abstimmung der vorhandenen Projekte bezweckt, ist ebenfalls von Bedeutung für die Region von Sent-Ramosch-Vnà. Weitere regionale Projekte sind die 2011 anlaufende Pilotstudie zu den Landschaftsqualitätsbeiträgen des Bundesamtes für Landwirtschaft im Rahmen der Weiterentwicklung der Direktzahlungen. Als Frucht des Engagements verschiedener Umweltorganisationen in der Region sind bereits zahlreiche Freiwilligen-Einsätze von Schulklassen und Firmen zugunsten von Natur und Landschaft durchgeführt worden.
4. Modellcharakter:
Das Bewusstsein der Gemeinden, mit dem Val Sinestra ein zu erhaltendes Juwel auf ihrem Territorium zu haben, ist der Schlüssel hin zu ihrem Bestreben für eine ausgewogene, landschafts- und umweltverträgliche touristische Entwicklung in diesem Tal. Die lokale Initiative für das Dorf-Hotel Vnà und die zahlreichen Partnerschaftsprojekte sind ebenfalls bemerkenswert.
Quelle: Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) 2011 |
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