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Kontinentalverschiebung - Plattentektonik
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Südatlantik: Kontinentaldrift ja - aber wie?
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Kontinentalverschiebung: Tektonische Platten
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Südatlantik: Kontinentaldrift ja - aber wie?
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Kieler Meeresgeologen auf fünfwöchiger Expedition im Südatlantik

Jahrtausende lang glaubten die Menschen, die Erde habe eine feste Form. Dass Kontinente sich bewegen, ist erst seit rund 50 Jahren wissenschaftlich anerkannt. Viele dabei wirkende Prozesse geben den Geologen noch heute Rätsel auf.

Das Forschungsschiff MARIA S. MERIAN soll unter Fahrtleitung des Kieler Meeresgeologen Professor Jan Behrmann vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) während einer fünfwöchigen Expedition im Südatlantik auf, die grundsätzliche Fragen zur Kontinentaldrift beantworten.

Als Alfred Wegener 1915 sein Buch "Die Entstehung der Kontinente und Ozeane" veröffentlichte, zog er den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füssen weg. Denn er behauptete, dass die Erdoberfläche nicht starr und fest, sondern in Platten unterteilt und beweglich ist. Zunächst glaubte ihm die Fachwelt kein Wort.

Erst in den 1960er Jahren setzte sich bei Geologen langsam die Erkenntnis durch, dass die starren Erdplatten tatsächlich auf dem Erdmantel driften. Heute umschreibt man dieses Phänomen mit dem Begriff Plattentektonik. Aber auch wenn sie mittlerweile zur Allgemeinbildung gehört, versteht die Forschung bei weitem nicht alle Prozesse, die ihr zugrunde liegen.

Einige Fragen soll eine Expedition Kieler Meeresgeologen mit dem deutschen Forschungsschiff MARIA S. MERIAN beantworten, die am 24. November 2010 von den Kapverdischen Inseln Richtung Südost-Atlantik startete. Ziel ist der sogenannte Walfischrücken vor der Küste Namibias. "Wir wissen immer noch zu wenig über das, was sich im Erdmantel abspielt", sagt der wissenschaftliche Fahrtleiter Professor Jan Behrmann vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), "und wir wollen den Planeten, auf dem wir leben, einfach besser verstehen".

Der Walfischrücken ist ein untermeerischer Gebirgszug, der sich von der nordnamibischen Skelettküste über 3'000 Kilometer weit Richtung Südwesten bis zur Inselgruppe Tristan da Cunha mitten im Südatlantik erstreckt. Vom teilweise 5000 Meter tiefen Meeresboden erhebt sich das Gebirge bis zu 200 Meter unter der Wasseroberfläche. Seine Entstehung geht auf das Auseinanderbrechen des Grosskontinents Gondwana zu Beginn der Kreidezeit vor rund 130 Millionen Jahren zurück. Seitdem entfernen sich die Bruchstücke Südamerika und Afrika immer weiter voneinander - aktuell mit etwa vier bis fünf Zentimetern pro Jahr.

Der Atlantik wird also immer breiter, der Walfischrücken immer länger. Zur Entstehung dieser gewaltigen Gebirgskette gibt es allerdings zwei verschiedene Theorien:

1. Theorie

Eine Theorie geht von einem örtlich begrenzten Vulkanismus unter den Tristan da Cunha-Inseln aus. Hier würden demnach immer neue Vulkankegel gebildet, die mit der Kontinentaldrift nach Nordosten transportiert werden, erkalten und so die Gebirgskette bilden.

2. Theorie

Die zweite Theorie besagt, dass entlang des gesamten Walfischrückens vulkanische Aktivitäten die afrikanische Erdplatte schwächen und durch immer neue Brüche und Verschiebungen schliesslich das Gebirge aufgetürmt wird. "Speziell dort die Vorgänge im oberen Erdmantel besser zu verstehen wäre interessant, weil wir dort modellhaft auch die Prozesse beim Auseinanderdriften zweier Kontinente beobachten können", erklärt Professor Behrmann.

Mit Hilfe modernster geophysikalischer Messmethoden werden die Geologen und Geophysiker den Walfischrücken untersuchen. Sie setzen unter anderem Ozeanbodenseismometer (OBS) ein, die feinste Schwingungen am Meeresboden messen können. Gleichzeitig mit den Vermessungen am Meeresboden ist an Land im Norden von Namibia ein grosses Mess-Netz von Seismometern aufgebaut worden. Schallwellen werden in den Meeresboden und von Kollegen an Land gleichzeitig in den Kontinentalboden geschickt, von unterschiedlichen Gesteinsschichten verschieden gebrochen und reflektiert und schliesslich von den OBS beziehungsweise den Seismometern an Land wieder aufgezeichnet. Andere Instrumente lassen über elektromagnetische Messungen Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der Erdkruste und des darunter liegenden Erdmantels zu.

Der erste Fahrtabschnitt unter Leitung von Professor Behrmann dauert fünf Wochen. Am 29. Dezember steigen die Wissenschaftler in Walvis-Bay (Namibia) wieder aus. Die Arbeit führt dann ein zweites Team unter der Fahrleitung von Dr. Wilfried Jokat vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven vom 1. bis 27. Januar 2011 fort. Da der erste Fahrtabschnitt auch Weihnachten umfasst, hat die Besatzung der MARIA S. MERIAN vorgesorgt: "Der Weihnachtsbaum ist schon an Bord", bestätigte Professor Behrmann kurz vor dem Auslaufen aus Mindelo.

Hintergrundinformationen:

Die Expedition der MARIA S. MERIAN mit dem offiziellen Titel MSM17/1+2 ist Teil des Schwerpunktprogramms 1375 "SAMPLE" der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Es befasst sich mit der Dynamik des Erdmantels, mit magmatischen Prozessen, der Struktur der Erdkruste und der oberen Mantelschichten, mit Prozessen, die zu Deformation der Erdkruste führen sowie mit den Folgen der Kontinentaldrift für die Topographie der Kontinente, die Evolution der Lebewelt sowie mit Auswirkungen auf Klima.

(Tektonische Platten)

Quelle: Text GEOMAR, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, 2010
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Oman - Ein Land am Rande der Kontinentalplatten
Wie Kontinente aus den Ozeanen wachsen
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Ozeanische Rücken
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Der Ozeanboden ist durch Schwellen und Rücken in rund 60 Becken gegliedert. Der Mittelatlantische Rücken ist, welcher sich auf dem Meeresgrund im Atlantik von Norden nach Süden zieht, gilt als der längste Gebirgszug der Welt. Das weltweite System der ozeanischen Rücken ist etwa 60'000 km lang. Die vulkanischen Kuppen dieser Rücken erreichen als Inseln die Meeresoberfläche (wie etwa die Island, die Azoren oder Hawaii).

Der Kamm dieser Rücken ist von einer zentralen Grabenzone durchzogen, den Rift-Tälern. Der Graben ist mehrfach durch senkrecht verlaufende Brüche (wie die Tristan Da Cunha-Bruchzone im Südatlantik) gegeneinander versetzt. Die Rift-Zone zeichnet sich durch eine hohe seismische Aktivität aus (Grundlagen von Erdbeben). Zahlreiche submarine Vulkane säumen die Bruchzonen. Die bekannteste Kette von Vulkanen wird im pazifischen Feuerring (Ring of Fire) zusammengefasst.

In den Rift-Tälern dringt dringt Material des Oberen Erdmantels nach oben. Dabei entsteht neues Erdkrustengestein.Im Bereich der zentralozeanischen Rücken entstand dadurch eine Aufwölbung.

Das neu entstandene Gestein drückt jeweils die Gesteinsplatten in entgegengesetzter Richtung auseinander.

Im Bereich des Mittelantlantischen Rückens entfernen sich die Kontinentalplatten jedes Jahr um gegenwärtig 4 bis 5 cm.

Die submarinen Rift-Täler setzten sich an einigen Orten auch an der Erdoberfläche fort. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Ostafrikanische Graben (siehe auch: Ruanda). Interessante geologische Gesteinsformationen, welche sich als Folge der Verschiebung von Gesteinsplatten aufgeschichtet haben, kann man auch im Sultanat Oman beobachten.

Oman - Land am Rande der Kontinentalplatten
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Gebirge
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Erdbeben im Pazifischen Ozean
Tsunami vom 11. März 2011
Tsunami-Auslösung
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Vulkanismus - Vulkane
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Klimawandel
Plattenverschiebung: Geologie in Oman
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