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Das Netzwerk der Wetterradare in der Schweiz
Radarmeteorologie im Hochgebirge
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Meteorologie: Messsysteme - Datenerhebung
Das Netzwerk der Wetterradare in der Schweiz

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz modernisiert das Netzwerk der Wetterradare und plant eine Erweiterung in den inneralpinen Regionen.

Sicherheit und Schutz der Bevölkerung sind zentrale Aufgaben der MeteoSchweiz. Der nationale Wetterdienst modernisiert deswegen sein Radarnetzwerk, welches Niederschlag und Gewitter flächendeckend über der Schweiz überwacht: Albis in der Nähe von Zürich, La Dôle bei Genf und Monte Lema im Tessin. Die Wetterradare werden durch Geräte der neusten Generation bis 2012 abgelöst. Der Zuschlag für die Erneuerung fiel auf die Firma SELEX Sistemi Integrati GmbH. SELEX lieferte schon vor 16 Jahren die aktuelle Generation, was Kontinuität der Messungen gewährleistet.

Verfeinerte Radardaten für genauere Prognosen und Warnungen.

Die Wetterradare werden ihre Bergstandorte mit hoher Sichtbarkeit über weite Teile der Schweiz beibehalten und arbeiten wie bisher im C-Band-Bereich und mit Doppler-Auswertung. Neu werden sie mit digitalen Empfängerkomponenten und der doppelten Polarisation ergänzt. Die neuen Wetterradare werden damit detailierte Niederschlagsinformationen in noch höherer Auflösung liefern. Eine Herausforderung an die Datenverarbeitung. Das Radarteam der MeteoSchweiz, das über langjährige Erfahrung in der Radarmeteorologie im Hochgebirge verfügt, wird deswegen verfeinerte Algorithmen und Methoden erarbeiten, um aus den neuen Radardaten zuverlässige und detaillierte Informationen über Regen, Schnee und Hagel abzuleiten. Ziel ist es, die Atmosphäre und die Wetterentwicklung über der Schweiz flächendeckend und noch genauer zu überwachen. Um zudem die Niederschlagserfassung in den inneralpinen Regionen der Schweiz weiter zu verbessern, soll das moderne Netzwerk um zwei zusätzliche Wetterradaranlagen erweitert werden.

Keine Gewitterwarnung ohne Wetterradar

Radarnetzwerke liefern rund um die Uhr detaillierte Bilder über Regen, Schnee und Hagel. Nicht nur für den nationalen Wetterdienst MeteoSchweiz auch für die privaten Wetterdienste in der Schweiz sind diese Bilder eine unverzichtbare Grundlage für Gewitterwarnungen und Wetterprognosen. Darüber hinaus werden die Radardaten von zahlreichen Branchen intensiv genutzt: Flugsicherung, Hochwasserschutz, Bevölkerungsschutz, Wasserwirtschaft, Tourismus, Versicherungen, Landwirtschaft, Wissenschaft und im Ingenieurbereich.

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Radarmeteorologie im Hochgebirge

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz modernisiert in Zusammenarbeit mit armasuisse das Netzwerk der Wetterradare und plant eine Erweiterung in den inneralpinen Regionen. Für das Wallis kommt neu der Standort Pointe de la Plaine Morte hinzu.

Sicherheit und Schutz der Bevölkerung sind zentrale Aufgaben der MeteoSchweiz. Der nationale Wetter- und Klimadienst betreibt deswegen ein Netzwerk von drei Radarstationen, welches Niederschlag und Gewitter flächendeckend über der Schweiz überwacht. Die bestehenden Radaranlagen auf dem Albis in der Nordschweiz, dem Monte Lema im Tessin und dem La Dôle in der Westschweiz reichen jedoch nicht aus, um Niederschläge im Zentralwallis und in Graubünden genau zu erfassen.

Zu hoch sind die Berge in diesen Regionen. Sie versperren den bestehenden Anlagen den Blick. MeteoSchweiz wird deshalb im Wallis und in Graubünden je einen weiteren Wetterradar aufbauen.

Der Standort im Wallis ist bereits gefunden: Pointe de la Plaine Morte auf 2900 Meter über Meer. Diese Höhe garantiert eine hohe Sichtbarkeit über weite Teile der westlichen Alpen und liefert somit einen maximalen Gewinn an zusätzlichen Wetterinformationen. Zum Einsatz kommt - wie bereits an den übrigen Standorten des Wetterradarnetzes - ein Radar im C-Band Bereich mit Doppler-Auswertung.

Radarmeteorologie im Hochgebirge

Der Standort im Hochgebirge stellt besondere Herausforderung an die Radarmeteorologen der MeteoSchweiz. So sind zum Beispiel aufgrund der geringen Luftdichte technische Anpassungen am Radarsystem notwendig. Aber auch der Höhenunterschied innerhalb des Wetterradarnetzwerks von rund 2000 Metern ist bei der Datenauswertung mit neuen Algorithmen und Methoden zu berücksichtigen. MeteoSchweiz kann dabei auf ein Radarteam zurückgreifen, welches über langjährige Erfahrung in der Radarmeteorologie im Hochgebirge verfügt. Ihre Aufgabe ist es, aus den neuen Radardaten zuverlässige und detaillierte Informationen über Regen, Schnee und Hagel abzuleiten. Zudem unterstützen Mitarbeitende der armasuisse die Lösung komplexer fachtechnischer Fragen und die Durchführung öffentlicher Beschaffungsverfahren.

Kontinuierliche Ausdehnung des Radarnetzwerks

Das Radarnetzwerk von MeteoSchweiz liefert rund um die Uhr detaillierte Bilder über Regen, Schnee und Hagel flächendeckend für die Schweiz und ist daher eine unverzichtbare Grundlage für Wetterprognosen und Gewitterwarnungen. Bereits bei der Installation der aktuellen Radargeneration wurde das Netzwerk ausgebaut: Seit 1993 ist der Radar auf dem Monte Lema Teil des Radarnetzwerkes und erfasst den Niederschlag über der Südschweiz. Ab 2013 wird der neue Radar auf der Pointe de la Plaine Morte das Wallis abdecken. Im selben Jahr soll zudem ein weiterer Wetterradar für die Region Südostschweiz folgen. Die Wahl des geeigneten Standorts steht noch bevor.

Quelle: Text MeteoSchweiz Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie 2009

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