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Klima im Wandel - Berichte zum globalen Klimawandel
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Weltbank Vier-Grad-Dossier 2012
World Bank Turn Down the Heat (english)
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Vier-Grad-Dossier der Weltbank 2012
Risiken einer Zukunft ohne Klimaschutz
Die Treibhausgas-Emissionen der Menschheit brechen jedes Jahr neue Rekorde. Daher befinden wir uns auf einem Kurs, der schon bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer Erderwärmung von vier Grad Celsius führen dürfte. Und somit in eine Welt mit Risiken ausserhalb der Erfahrung unserer Zivilisation. Dazu zählen Hitzewellen, besonders in den Tropen, ein Hunderte Millionen Menschen betreffender Anstieg des Meeresspiegels, und Missernten, welche die globale Ernährungssicherheit gefährden - das zeigt ein für die Weltbank erstellter Report des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und von Climate Analytics aus Berlin. Betroffen seien vor allem die Armen dieser Welt, für die Entwicklung ohne Klimaschutz nach Lage der Fakten kaum möglich sei.

"Die planetarische Maschinerie neigt zu Bocksprüngen, also unverhältnismässigen Reaktionen auf Störungen, wie sie der menschengemachte Treibhauseffekt mit sichbringt", betont Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK. "Wenn wir uns weit über die Zwei-Grad-Linie hinauswagen, also in Richtung vier Grad, laufen wir Gefahr, Kipp-Punkte im Erdsystem zu überschreiten."

Dies könnte bei den weltweit vom Kollaps bedrohten Korallenriffen der Fall sein,oder beim kilometerdicken Eisschild Grönlands. Dessen Schmelze würde Jahrtausende dauern, könnte aber schon bald unwiderruflich beginnen. "Der einzige Weg, dies zu vermeiden, ist ein Bruch mit den vom Zeitalter fossiler Brennstoffe geprägten Mustern von Produktion und Konsum", so Schellnhuber.

Folgen der globalen Erwärmung: Hitzewellen, Anstieg des Meeresspiegels, Missernten

Bereits heute sind Folgen des Klimawandels beobachtbar. So hat die Hitzewelle in Russland 2010 vorläufigen Schätzungen zufolge Tausende von Opfern gefordert, die Ernten um ein Viertel verringert, und 15 Milliarden US-Dollar wirtschaftlichen Schaden hinterlassen. Solche Extreme würden bei 4 Grad Celsius globaler Erwärmung in Teilen der Welt "die neue Normalität", heisst es in dem Report. In den Tropen könnten Ende des Jahrhunderts die kühlsten Monate deutlich wärmer sein als die heissesten Monate der Gegenwart.

Der Meeresspiegel kann bei 4 Grad globaler Erwärmung in diesem Jahrhundert 50 bis 100 Zentimeter steigen, und danach noch deutlich höher. Dabei ist dieser Anstieg regional unterschiedlich stark, dies hängt von Meeresströmungen und anderen Faktoren ab. Am höchsten wird das Meer den Projektionen zufolge an den Küsten von Ländern wie den Philippinen, Mexiko, Indien steigen.

Auch innerhalb von wirtschaftlichen Sektoren kann es zu Kippeffekten mit plötzlich rasant ansteigenden Schäden kommen, etwa in der Landwirtschaft. So wurde bereits beobachtet, dass wichtige Getreidesorten ab bestimmten Temperaturen überaus empfindlich reagieren, was zu grossflächigen Ernteausfällen führen kann. Veränderungen im Wasserkreislauf können hierbei erschwerend hinzukommen, etwa wenn Dürren vorherrschen oder landwirtschaftliche Flächen überflutet werden.

Weltbank-Präsident: "Eine vier Grad wärmere Welt kann und muss vermieden werden"

"Der Report arbeitet den gegenwärtigen Stand der Forschung auf und liefert neue Analysen zu Hitzewellen und zum regionalen Meeresanstieg. Natürlich bleiben hierbei Unsicherheiten", erklärt William Hare, Mitbegründer von Climate Analytics in Berlin und zugleich Gastwissenschaftler am PIK. "Wir greifen das auf, indem wir Risiko definieren als 'Schadenspotenzial multipliziert mit der Eintritts-Wahrscheinlichkeit'. (siehe auch: Riskomanagement bei Naturkatastropen) Auch ein relativ unwahrscheinliches Ereignis kann ein grosses Risiko darstellen, wenn seine möglichen Auswirkungen gross genug sind."

Der erst in diesem Jahr von US-Präsident Barack Obama als neuer Weltbank-Chef vorgeschlagene Jim Yong Kim, seit Juli im Amt, hatte sich kürzlich von Schellnhuber persönlich in Washington D.C. den Bericht vorstellen lassen. "Eine vier Grad wärmere Welt kann und muss vermieden werden - wir müssen die Erwärmung unter zwei Grad halten", sagte Kim nun in einer Erklärung. "Untätigkeit gegenüber dem Klimawandel droht, die Welt, die unsere Kinder von uns erben, zu einer ganz anderen zu machen als jene, in der wir heute leben. Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen für die Entwicklung, und wir müssen die moralische Verantwortung dafür übernehmen, im Namen kommender Generationen zu handeln, besonders für die Ärmsten."

Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK, November 2012

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Turn Down the Heat
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Source: World Bank
Turn Down the Heat
Contents
Executive Summary
List of Abbreviations
Introduction
Observed Climate Changes and Impacts
21st Century Projections
4. Focus: Sea-level Rise Projections
5. Focus: Changes in Extreme Temperatures
6. Sectoral Impacts
7. System Interaction and Non-linearity- The Need for Cross-sector Risk Assessments
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Meeresspiegelanstieg Afrikas Küsten sind bedroht
Kiribati Leben an der Frontlinie des Klimawandels
Klimawandel am Tschadsee
Hochwasser im Sahel
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