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El Niño
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Grafik Klima El Niño und La Niña
Super-El Niño baut sich auf 2015
«El Niño» beeinflusst Panamakanal 2015
2015 «El Niño»-Jahr mit grossen Auswirkungen 2015
El Niño dämpfte Schäden aus Naturkatastrophen 2015
Grafik Klima El Niño und La Niña
Asien «El Niño» beeinflusst Zyklone 2015
im Arabischen Meer Grafik
Afrika 2015
«El Niño» verstärkt Trockenheit Grafik
Südamerika 2015
«El Niño» führt zu Hochwasser und Dürren Grafik
Weitere Informationen
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Themen: Geografie - Erdkunde Klimawandel Klima
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El Niño - La Niña
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2015 - Super-El Niño baut sich auf
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WMO: Herbst 2015 - Die stärkste «El Niño»-Phase seit 1997-1998

Ende August 2015 erwärmte sich der östliche Pazifik vor der Küste von Südamerika um +1,3° bis +2° C über dem durchschnittlichen für diese Jahreszeit bestehenden Wert. Bei durchschnittlichen «El Niño»-Ereignissen erwartet man jeweils einen Anstieg der Wassertemperatur um ca. 1° C.

Im zweiten Quartal 2015 zeichneten sich die ersten typischen Anzeichen einer «El Niño»-Wetterlage ab. Wolkenlose, trockene und bewölkte, niederschlagsreiche Zonen wechselten sich zunehmend entlang der Internationalen Datumsgrenze im östlichen Pazifik ab. Im westlichen Pazifik begannen sich die Passate (Handelswinde) abzuschwächen.

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Fachleute vermuten, dass sich der «El Niño» im Jahr 2015 zu einem der vier stärksten «El Niño»-Ereignissen seit 1950 aufbauen wird. Die stärksten Auswirkungen des Klimaphänomens erwarten sie zwischen Oktober 2015 und Januar 2016.

Während Panama im Frühherbst 2015 unter einer starken Trockenheit litt, gingen über die angrenzende Anden-Region ungewöhnlich starke Regenfälle nieder. Das gleichzeitig auftretende gegensätzliche Wetter in naheliegenden Regionen ist ein Merkmal des «El Niño»-Klimaphänomens.

Im Frühherbst 2015 verursachte «El Niño» in Zentralecuador und in Peru zehnmal mehr Niederschläge als in normalen Jahren. Die heftigen Regenfälle lösten in Peru Flutwellen und Schlammlawinen aus. 10% der Gesundheitseinrichtungen des Landes wurden durch die Folgen der Naturkatastrophe beschädigt.

Das «El Niño»-Klimaphänomen brachte dem südamerikanischen Kontinent in der Saison 1997-1998 verheerende Dürren und Überschwemmungen. In der Anden-Region beliefen sich damals die Schäden an den Infrastrukturanlagen und den Ernteausfällne auf rund 7,5 Milliarden US-Dollars. Die Wettermerkmale, welche im Spätsommer-Frühherbst 2015 von den Klimaforschern beobachtet wurden, zeigten ähnliche Züge wie jene in der «El Niño»-Saison 1997-1998.

Quelle: World Meteorological Organization WHO, EL NIÑO/LA NIÑA UPDATE, September 2015
Text: RAOnline

Führt der Klimawandel zu Super-El Niños?
Was ist ein El Niño?
El Niño in normalen Jahren
El Niño - Bedingungen

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«El Niño»-Klimaphänomen beeinflusst den Betrieb auf dem Panamakanal

Als «El Niño» bezeichnet man ein periodisches Klimaereignis, bei welchem sich das Meerwasser im tropischen Pazifischen Ozean erwärmt. «El Niño» beeinflusst die Niederschläge in vielen Regionen auf unserem Planeten. Während «El Niño»-Phasen stellt sich in der Kanalregion jeweils eine Wetterlage mit wenigen Regenfällen ein. Die Trockenzeit beeinflusst auch den Wasserstand im Gatun- und im Alhajuelasee. Der Mangel an zufliessendem Niederschlagswasser lässt die beiden Seespiegel sinken. Handelsschiffe, welche die beiden Seen durchqueren, müssen während der Trockenzeit besonders auf ihren Tiefgang achten.

Der «El Niño» hatte der Kanalregion im Frühherbst 2015 besonders niederschlagsarmes Wetter gebracht. Die Kanalverwaltung verfügte daher ab dem 6. September 2015 für die Seedurchfahrt Restriktionent. Die Kanalbehörde ordnete an, dass Schiffe mit einem Tiefgang grösser als 11,89 m ( entspricht 39,0 ft.) bis zum Zeitpunkt der offiziellen Aufhebung der Anordnung nicht mehr befahren durften. Nach Angaben der Kanalverwaltung weisen durchschnittlich 18,5% der Schiffe im Transitverkehr durch den Panamakanal einen Tiefgang auf, welcher mehr als 11,89 m beträgt. In einer Meldung an die Schiffseigner hat die Kanalverwaltung ausserdem darauf hingewiesen, dass sie bei weiter anhaltender Trockenheit den Wert für den maximalen Tiefgang ab Mitte September auf 11,73 m (38,5 ft.) senken würde.

Die Fahrtbeschränkungen werden den Schiffseigner ca. 4 Wochen vor der Inkraftsetzung mitgeteilt, damit die Logistiker die Routen- und Ladepläne der betroffenen Schiffe anpassen können.

Eine ähnliche Situation hat «El Niño» zuletzt in der Saison 1997-1998 hervorgerufen. Auch damals mussten Durchfahrtsbeschränkungen verfügt werden.

Quelle: Panama Canal Authority (ACP) , August 2015
Text: RAOnline

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«El Niño»-Klimaphänomen beeinflusst Zyklonbildung im Arabischen Meer

Nach Angaben der indischen Wetterbehörde (Indian Meteorological Department IMD) haben sich auch nach dem Ende der Monsunsaison 2015 im Golf von Bengalen und dem Arabischen Meer weitere Tiefdruckgebiete gebildet. Die für diese Jahreszeit eher unübliche tiefe Druckverteilung führt das IMD auf die aussergewöhnlich hohen Meerwassertemperaturen im Indischen Ozean zurück. Das IMD vermutet, dass die höheren Wassertemperaturen mit dem im Jahr 2015 besonders ausgeprägten «El Niño»-Klimaphänomen in Zusammenhang gebracht werden können.


Tropischer Zyklon «Chapala»
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Quellen: NASA Earthobservatory, UK Met Office, India Meteorological Department, Oktober-November 2015
Text: RAOnline

Tropischer Zyklon «Chapala»
Arabische Halbinsel Sultanat Oman
VIDEO Sultanat Oman Oman

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2015: «El Niño»-Jahr mit grossen Auswirkungen

Nach Angaben der Weltklimaorganisation WMO war die Temperatur des Oberflächenwassers im tropischen Pazifischen Ozean im Durchschnitt der drei Monate August bis Oktober 2015 um 2 °C höher als der der langjährige Mittelwert. Die vom El Niño-Phänomen beeinflusste Wetterentwicklung im Jahr 2015 gehört zu den drei ausgeprägtesten El Niño-Ereignissen seit 1950. Starke El Niño-Ereignisse wurden 1972/73 , 1982/82 und 1997/98 registriert.

Die «El Niño-Southern Oscillation» entwickelt sich aufgrund einer natürlichen Wechselwirkung zwischen dem Ozean und der darüber liegenden Atmosphäre in den zentralen tropischen Gebieten des östlichen Pazifischen Ozeans. In der Regel entwickelt sich das El Niño-Wetterphänomen erst in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres. Das Maximum erreicht El Niño üblicherweise zwischen Oktober und Januar im darauf folgenden Jahr. Die El Niño-Wettermerkmale bleiben jeweils bis gegen das Ende des ersten Kalenderquartals bestehen. Ab April schwächt sich das El Niño-Southern Oscillation deutlich ab.

Im Jahr 2015 haben sich die El Niño-Merkmale schon im März 2015 gezeigt. Ein Rekord-El Niño begann sich schon Frühling 2015 abzuzeichnen. Das El Niño-Wetterphänomen hat wesentlich zur Rekorddurchschnittstemperatur für das Jahr 2015 beitragen. Es ist nicht eindeutig klar, inwieweit El Niño auch für die langanhaltenden Trockenphase mit hohen Lufttemperaturen in der zweiten Jahreshälfte 2015 in Mitteleuropa verantwortlich ist.

Die tropischen und subtropischen Zonen wurden 2015 von schweren Dürren und verheerenden Überschwemmungen heimgesucht.

Einige vom Wetter beeinflusste Ereignisse im Jahr 2015 werden mit in Verbindung gebracht:

Ausbleichen der Korallen Rekordwassertemperaturen in den Weltmeeren haben zu einem ausserordentlichen starken Ausbleichen von Korallen geführt. Das Ausbleichen begann bereits im Sommer 2014 im nördlichen Pazifik und breitete sich 2015 in den südlichen Pazifik und in den Indischen Ozean aus. Die Korallenriffe in den Pazifikgebieten, welche den U.S.A. gehören, wurden überproportional stark von der Korallenbleiche betroffen. U.S.-Wetterbehörde NOAA schätzt, dass bis gegen Ende 2015 in rund 95% der Korallenriffe in den Gewässern der U.S.A. Bedingungen herrschen werden, welche die Korallenbleiche begünstigen.
Tropische Zyklone El Niño hat zur Bildung von zahlreichen tropischen Zyklonen im nordwestlichen und nordöstlichen Pazifik beigetragen. Der Hurrikan «Patricia», welche am 24. Oktober 2015 an der Westküste von Mexiko an Land ging, gilt als der stärkste Wirbelsturm in der westlichen Hemisphäre. El Niño hat allerdings dazu beigetragen, dass im Atlantischen Ozean im Jahr 2015 weniger Hurrikane entstanden sind.
Waldbrände Die Wetterverhältnisse in Südostasien werden in El Niño-Jahren besonders stark vom Wetterphänomen beeinflusst. In Indonesien und in den angrenzenden Staaten entstanden 2015 wegen der langanhaltenden Trockenheit besonders viele Waldbrände. Die Rauchentwicklung hüllte weite Teile der Region in einen gesundheitsschädlichen Rauchschleier.
Regionale Ereignisse In Indien wurden fielen in der traditionellen Monsunsaison von Juni bis September 2015 nur 86% der üblichen Regenfälle. Die Südwestmonsunwinde, welche in normalen Jahren feuchte Luft aus dem Indischen Ozean heranführen, blieben im Sommer 2015 ausserordentlich schwach. In Nepal verdorrte wie auch in anderen Teilen Südasiens der Sommermais. Für eine Bevölkerung, welche in einem grossen Massen von der Eigenversorgung mit Lebensmitteln abhängt, eine besorgniserregende Entwicklung.

Ebenfalls unterdurchschnittliche Regenfälle im Jahr 2015 meldeten zahlreiche Länder im östlichen und südlichen Afrika. Am Horn von Afrika (Djibouti, Somalia, Äthiopien) wird das Wetter in den Sommermonaten vom südasiatischen Monsun im Indischen Ozean und somit auch vom El Niño-Phänomen beeinflusst. Im südlichen Afrika spielen für die Trockenheit neben El Niño noch andere Faktoren mit.

In Südafrika führte El Niño zu ausserordentlich grossen Regenmengen. Im zentralen Ecuador und in Peru fielen teilweise zehnmal höhere Regenmengen als üblich, was zu grossen Überschwemmungen , zahlreichen Erdrutschen und ausserodentlich starken Erosionsfolgen im Gelände führte.

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Quelle: World Meteorological Organization WHO, EL NIÑO/LA NIÑA UPDATE, November 2015
Text: RAOnline
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Weitere Informationen
El Niño - La Niña Einfluss auf das weltweite Wettergeschehen
El Niño - Bedingungen
La Niña -Bedingungen
Innertropische Konvergenzzone
Jetstream - Strahlstrom
Klimawandel
Tropische Wirbelstürme
Passat-Windsystem der Tropen
Inseln im Pazifik

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External Links
GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
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Pacific Disaster Center Global Disaster Alert and Coordination System
NASA Earth Observatory UK Met Office
Joint Typhoon Warning Center India Meteorological Department
WMO's Severe Weather Information Centre Oman Department of Meteorology
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