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Wetterradar auf dem Weissfluhgipfel (Graubünden)
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Radarmeteorologie
Wetterradar auf dem Weissfluhgipfel bei Davos (Graubünden)

Der Standort für das fünfte Wetterradar der Schweiz steht fest: Es ist der Weissfluhgipfel ob Davos. MeteoSchweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, erweitert damit sein Wetterradarnetz um einen zusätzlichen Gebirgsstandort. Zusammen mit dem Radar auf der Walliser Pointe de la Plaine Morte sollen die Daten vom Weissfluhgipfel in Zukunft eine bessere Erfassung der Niederschläge in den inneralpinen Regionen ermöglichen.

Auf 2'843 Metern über Meer, knapp unterhalb des Weissfluhgipfels, wird die neue Radaranlage erbaut werden. Das Areal, das zum Gebiet der Gemeinde Langwies gehört, ist bereits gut erschlossen. Dies war neben der exponierten Lage mit idealer Sicht über die Südostschweiz ein entscheidendes Kriterium für die Standortwahl.

Mit dem Bau des Bündner Radars, der im Sommer 2013 beginnen wird, bricht die Schlussetappe des Projekts Rad4Alp an. Nach der Erneuerung der bisherigen Anlagen auf dem Albis, dem Monte Lema und dem La Dôle mit Radargeräten der neusten Generation hat MeteoSchweiz diesen Sommer 2012 nun auch die Erweiterung des Radarnetzes in Angriff genommen.

Die Hochgebirgsstandorte auf der Walliser Pointe de la Plaine Morte, wo die Bauarbeiten seit Ende August 2012 im Gang sind, und auf dem Bündner Weissfluhgipfel werden eine hohe Sichtbarkeit über die Alpen garantieren. Diese ist zum Teil eingeschränkt, da die Berge den Signalen der drei bestehenden Wetterradare Albis, Dôle und Lema in die Quere kommen.

MeteoSchweiz schliesst damit eine wichtige Lücke im Schweizer Wetterradarnetz und erhöht den Nutzen der Radarmeteorologie für die Sicherheit der Bevölkerung. Denn mit Hilfe von Radardaten lässt sich die kurzfristige Entwicklung von Niederschlägen, Gewittern und Hagel vorhersagen. Dies ist für die Bewältigung von Naturgefahren wie etwa Hochwasser, die insbesondere in den Bergregionen schwere Folgen nach sich ziehen können, von zentraler Bedeutung. Auch die Flugsicherung ist massgeblich auf Wetterradarinformationen angewiesen.

Mit der Aufstockung von drei auf fünf Radaranlagen kann der Ausfall eines Geräts in Zukunft gut abgefangen und eine ununterbrochene Abdeckung gewährleistet werden.

Meteoradare sind von grossem Nutzen

Von diesen erstklassigen Daten profitieren zum Beispiel die Wetterdienste, MeteoSchweiz und private Wetteranbieter, die Flugsicherung, der Bevölkerungsschutz, die Wasserwirtschaft oder die Wissenschaft und das Ingenieurwesen. Die Radarspezialisten von MeteoSchweiz sind sozusagen die Alpinisten der internationalen Wetterradar-Forschung. Präzisere Warnungen vor Gewittern und Hagelereignissen, realisierbar mit der neuen Technologie, sind von grosser Bedeutung für Landwirte, Versicherungen oder für den Tourismus.

Meteoradare arbeiten mit grosser Genauigkeit

Der Radar erkennt eine Mücke auf 600 m Distanz oder Nieselregen auf bis zu 200 km Abstand. Die neue Radargeneration kann dank dualer Polarisation Objekte in Breite und Höhe vermessen. Dadurch können störende Signale, die nicht von Wetterprozessen stammen, besser erkannt und unterdrückt werden. Auf dass die Mücke keine falschen Prognosen provoziert.

Quelle: TExt MeteoSchweiz Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie 2012

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