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Klimawandel Was ist das? |
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Klimawandel: Einführung
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Unter
den Begriffen "Klimaänderung
oder "Klimawandel
verstehen wir die die Veränderung des Klimas über einen längeren
Zeitraum. Ursache des Klimas ist die Sonneneinstrahlung und die
damit zusammenhängende Erwärmung der Luft, des Festlandes und
des Wassers. Temperaturänderungen sind die Auslöser von Luft-
und Wasserkreisläufen (zyklische Prozesse).
Das
Klima wird von zahlreichen Klimafaktoren wie die Lufttemperatur,
die Wassertemperatur, die Luftfeuchtigkeit, der Luftdruck, Sonnenscheindauer,
Einstrahlungswinkel, Windstärke und - richtung usw. bestimmt. Gebiete
mit gleichen oder ähnlichen Klimafaktoren werden einem Klimatyp (zum Beispiel dem Klima der
tropischen Regenwälder) zugeordnet.
Wetter
Als
Wetter werden die kurzfristigen Wetterabläufe bezeichnet. Die Summe
der langfristigen Wetterabläufe kennzeichnen das Klima einer Region.
Das Wettergeschehen ist zyklischen (als in regelmässigen Zeitabständen
wiederkehrenden) und nicht zyklischen Prozessen unterworfen. Zu den zyklischen
Prozessen gehören etwa Sommer (also die warme Jahreszeit) und Winter,
Regenzeit und Trockenzeit in den tropischen Zonen, die vier Jahreszeiten
in den gemässigten Breiten, die Monsunwinde
in Südostasien, die Hurrikan-Saison in der Karibik, das El Niño- und
La Niña- Phänomen im Pazifischen
Ozean usw.
Die
zyklischen Prozesse können durch natürliche Ereignisse (Vulkanausbrüche usw.) oder
durch menschliche Einflüsse des Menschen (Treibhausgase) gestört
werden (Treibhauseffekt).
Klimawandel
Die
gegenwärtig zu beobachtende weltweite Erwärmung der Lufthülle und der Ozeane ist ein Klimawandel. Das Klima der Erde war schon immer
Änderungen unterworfen. Die Klimaänderungen in der Frühzeit
der Erdgeschichte wurden durch natürliche Einflüsse ausgelöst
oder waren Rückkopplungsprozesse, welche physikalischen Naturgesetzen
folgten.
Der
gegenwärtige Klimawandel unterscheidet sich von den früheren
Klimaänderungen durch die Schnelligkeit, mit welcher sich die Wandlungsprozesse
vollziehen.
Wissenschaftler
haben nachgewiesen, dass sich gegenwärtig die durchschnittlichen Luft-
und Wassertemperaturen in kürzeren Zeitabschnitten und in grösseren
Beträgen ändern als das jemals zuvor in der Erdgeschichte nachgewiesen
werden konnte. Einige zyklischen Prozesse verlieren ihre zeitliche Regelmässigkeit.
So galten Ende des letzten Jahrhunderts die Herbst- und Wintermonate im
zentralen Himalaja als die Jahreszeit mit langen Trockenphasen und stabilen
Schönwetterlagen. Seit rund 10 Jahren wird in diesem Gebiet die bisher
gültige Klimaregel vermehrt durch häufiger auftretende Extremereignisse
gestört.
Die
Mehrheit der Wissenschaftler und Politiker schreiben die Ursache für
die gegenwärtige rasche Klimaerwärmung dem hohen Treibhausgasausstoss
der menschlichen Zivilisation zu.
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Klimawandel:
Wahrnehmungvermögen des Menschen
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Wetterextreme (Wirbelstürme, Trockenheiten, Flutereignisse usw.), und Temperaturänderungen
waren schon immer Teil der Geschichte dieser Erde. Ein Wandel und eine
Erwärmung des Weltklimas sind nichts Neues auf diesem Planeten.
Grund
zur Sorge bereitet gegenwärtig die Tatsache, das sich der Wandel und
die Erwärmung in einem erdgeschichtlich gesehen sehr kurzen Zeitraum
beschleunigt.
Natürliche
Ereignisse (von Vulkanausbrüchen
einmal abgesehen) beeinflussen das Wetter und das Klima auch. Die Klimaprozesse
werden durch natürliche Einflüsse in einem weit langsameren Ausmass,
als gegenwärtig zu beobachten ist, verändert. Ein oder zwei Hochwasser-
oder Sturmereignisse müssen noch keine Anzeichen für einen Klimawandel
sein, auch wenn die Medien dies immer wieder publizitätswirksam als
Beweis für einen Klimawandel heranziehen.
Ein
Klimawandel oder eine Klimaerwärmung lässt sich mit den Sinnesorganen
der Menschen allein noch nicht feststellen. Dazu bräuchte es zusätzlich
noch ein detailbehaftetes Langzeitgedächtnis. Der Mensch neigt dazu, klimatische
Extremereignisse mit materiellen oder emotionalen Extremereignissen
zu verknüpfen. Einem Menschen gelingt es, ein Hochwassereignis in
seinem Langzeitgedächtnis abzulegen und abrufbar zu halten, wenn während
diesem Ereignis zum Beispiel das eigene Auto in der Tiefgarage zerstört
wurde. Fehlt bei den klimatischen Extremereignissen ein entsprechender
"Aufhänger", so fallen die Hochwasserereignisse
oft dem Vergessen anheim.
Ein
Klimawandel findet im Gegensatz zu einem Wetterwechsel in langen Zeiträumen
statt. Die tropischen Wirbelstürme (Hurrikane)
sind ein gutes Beispiel dafür, dass sich das Klima in Zyklen abspielt.
Nach einer heftigen, schadensreichen Sturmsaison, können durchaus
Jahre folgen, in welchen sich die Stürme weniger verheerend auswirken.
Gerade in diesen "ruhigen" Jahren ist es wichtig, sich auf die künftigen
noch heftigeren Stürme vorzubereiten.
Für
die Klimawissenschaftler ist es daher besonders schwierig, den sich gegenwärtig
abzeichnenden Klimawandel und die damit zusammenhängende Klimaerwärmung
im Bewusstsein der Menschen wach zu halten. Dabei wäre es besonders
wichtig, in Zeiten, wo das Wetter sich nicht von der extremen Seite zeigt,
sein Denken und Handeln von einer Strategie leiten zu lassen, welche den
Klimawandel abzuschwächen hilft.
Die
Durchschnittstemperatur auf der Erde hat sich seit Ende des 19. Jahrhunderts
um 0,74° C erhöht. Dieser Wert ist für einen Menschen nicht
wahr- und fühlbar. Die Temperaturerhöhung um 0,74° C mag
auf den ersten Blick als gering erscheinen. Da der Wert allerdings über
einen längeren Zeitraum von rund 110 Jahren ermittelt wurde, ist die
Zunahme der Durchschnittstemperatur statistisch gesehen bedeutend und für
die weitere Klimaentwicklung bedrohlich.
Auf
der Erde steht mehr Energie zur Verfügung, die Wettervorgänge
zu beschleunigen und damit die Klimaprozesse nachhaltig zu beeinflussen.
Wahr- und fühlbar für Menschen sind jedoch die schnellere Abfolge
der Extremereignisse. Diese
wiederum sind besonders für jene Menschen Teil ihres Alltags, welche
an exponierten Stellen (etwa im Uferbereich von Gewässern, auf Atollen usw.) oder in klimatischen Grenzzonen (etwa im Hohen
Norden, in den Polregionen der Arktis und Antarktis,
im Hochgebirge, insbesondere bei Gletschern oder in Permafrostzonen, oder
an den Rändern der Wüsten) wohnen.
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Unterschied
zwischen Wetter und Klima
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Klima
ist definiert als ein Durchschnitt des Wettergeschehens, welches über
einen längeren Zeitraum erfolgte. Das Wetter und das Klima stehen
in einer Beziehung zu den Bedingungen, welche in der Atmosphäre herrschen. Beim Wetter und beim Klima umfassen die atmosphärischen
Prozesse allerdings einen anderen zeitlichen Rahmen.
Das Wetter beschreibt die kurzfristen Vorgänge und die Bedingungen in einem eng
begrenzten
Raum in der Lufthülle.
Das Klima beschreibt das Wettergeschehen einer Region über einen längeren
Zeitraum. So kann etwa das Wetter in den beiden Städten A und B an
demselben Tag sehr ähnlich sein, obwohl die beiden Städte ganz
verschiedenen Klimazonen angehören. Da die Städten A und B verschiedenen
Klimazonen angehören, sehen sich die beiden Orte üblicherweise
unterschiedlichen Wettersituationen (Bsp.: sehr feucht und warm oder sehr
trocken und kalt) gegenüber.
Die
Tatsache, dass das Wettergeschehen mit den heutigen technischen Möglichkeiten
und dem gegenwärtigen Wissen lediglich über eine Periode von
4 bis 5 Tagen einigermassen zuverlässig vorausgesagt, die Klimaentwicklung
hingegen über einen Zeitraum von 50 Jahren im Voraus skizziert werden
kann, verwirrt die Laien. Die Klimaexperten erklären diesen scheinbaren
Widerspruch in den Voraussagemöglichkeiten mit der Tatsache, dass
das tägliche Wettergeschehen oft chaotisch verläuft und von vielen
noch nicht voraussagbaren Einflüssen bestimmt wird. Das Zusammenwirken
und die Vernetzung (also die Interaktion) der einzelnen Wetterkomponenten
wie Sonneneinstrahlung, Luftbewegungen, Lufttemperatur und -feuchtigkeit,
Luftdruck usw. ist noch zu wenig erforscht. Die Klimaentwicklung läuft
verläuft hingegen harmonischer und weniger dynamisch als die Wetterentwicklung.
Die Klimaentwicklung lässt sich daher besser mit mathematischen Modellen
berechnen und vorhersagen.
Den
Unterschied zwischen dem eher kurzzeitig ablaufenden Wettergeschehen und
der langfristigen Klimaentwicklung sowie den entsprechenden Vorhersagemöglichkeiten
zeigen die Forscher anhand von zwei Beispielen auf:
1.
Die Lufttemperatur einer Stadt C beträgt an einem Tag +2 °C. Am
darauffolgenden Tag steigt die Temperatur auf 24 ° C. In der Stadt
C herrschen also extreme Wetterverhältnisse. Die Durchschnittstemperatur
der beiden extremem Tage beträgt +13° C. , eine durchaus gemässigte
Temperatur. In der Stadt D wurden an denselben Tagen 12° C und 14°
C gemessen. Beide Städte weisen über eine längere
Periode betrachtet dieselben gemässigten Temperaturmittelwerte auf.
Das extreme Wetter der Stadt C kommt im Durchschnittswert nicht zum Ausdruck.
Längerfristige Beobachtungsperioden liefern weniger extreme Werte
als die Aufzeichnungen während eines einzelnen Tages.
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Ähnlich
verhält es sich beim Wetter und beim Klima. Das Klima ist im oben
dargestellten Beispiel mit der durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur
vergleichbar, welche über eine längere Messperiode ermittelt
wurde. Das Wetter entspricht der tatsächlich gemessenen Höchsttemperatur
eines einzelnen Tages. Die Wetterdaten sind grösseren Abweichungen
unterworfen als die Klimadaten. |
2.
Es ist unmöglich vorherzusagen, in welchem Alter ein bestimmter Mensch
sterben wird. Das durchschnittliche Lebensalter der Menschen in einer bestimmten
Region lässt sich jedoch mit statistischen Mitteln berechnen. Für
den betreffenden Menschen lässt sich eine statistische Lebenserwartung
festlegen. Für alle Menschen dieser Region wird sich diese durchschnittliche
Lebenserwartung im Laufe der Zeit nur wenig ändern. Für den einzelnen
Menschen kann die Abweichung vom statistisch errechneten durchschnittlichen
Lebensalter hingegen sehr gross sein. |
Ähnlich
verhält es sich beim Wetter und beim Klima. Das Klima ist in diesem
Beispiel mit dem durchschnittlichen Lebensalter von viele Menschen vergleichbar,
das Wetter mit dem tatsächlichen Lebensalter eines einzelnen Menschen. |
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Unterschied
zwischen Klimawandel und Klimaerwärmung
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Die
beiden Begriffe "Klimawandel
und "Klimaerwärmung
werden häufig gleichbedeutend eingesetzt, obwohl sie teilweise unterschiedliche
Entwicklungen beschreiben.
Die globale
Klimaerwärmung bezieht sich auf die langsame Erhöhung der
Durchschnittstemperaturen der Lufthülle in der Nähe der Erdoberfläche.
Der Klimawandel beschreibt die langfristigen Veränderungen in der Abfolge von atmosphärischen
Ereignissen wie Lufttemperaturen, Niederschläge, Windstärken
und -richtungen usw.
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Ursachen
des Klimawandels
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Ein
Klimawandel kann durch folgende Faktoren beeinflusst werden:
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1. |
Natürliche
Faktoren wie die Sonnenaktivität oder die Veränderung der Erdumlaufbahn um die Sonne. |
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2. |
Natürliche
Prozesse innerhalb des Klimasystems wie Luft- und Meeresströme usw. |
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3. |
Menschliche
Einflüsse auf die Erdlufthülle, welche die Zusammensetzung
der Atmosphäre (wie durch das
Verbrennen fossiler Brennstoffe usw.) oder die Struktur der Erdoberfläche
(wie das Abholzen des Wälder,
die Wiederaufforstungen, die Verstädterung, das Ausbreiten der Wüsten,
usw.) verändern. |
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Text:
RAOnline Quellen:
IRIN
IPCC
Working Group I 's answers to frequently asked questions on climate change
science
US
Environment Protection Agency
UNFCCC
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Weitere
Informationen |
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Die UNO-Organisation
UNEP (United Nations Environment Programme) hat für Lernende u.a. in
englischer und französischer Sprache einige lustige Comics geschaffen, welche die Umweltprobleme in den Polgebieten,
in der Atmosphäre und im Bereich Landwirtschaft thematisieren. Die Comics eignen sich für ältere Schülerinnen
und Schüler der Sekundarstufe I sowie Schülerinnen und Schüler
der Sekundarstufe II mit Englisch- oder Französischkenntnissen. |
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Wichtige
Begriffe |
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Stichworte
zum
Klimawandel:
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Albedo,
Aerosol, Abstrahlung, Atmosphäre, Auffanganlage, Bergbau, Biomasse,
Biosphäre, Distickstoffoxid, Eis, Energie, Erde, Erdstrahlung, Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe
(FCKW), Glazial, Herstellung, Hydrosphäre, Industrie, Interaktion, Interglazial, Karbonisation,
Kohlendioxid , Kohlendioxid -Verbrauch, Klimasystem,
Kreislauf, Kryosphäre, Gletscher, Lagerung, Naturgas, Meer, Methan,
Milankovitch-Zyklen, Niederschlag, Ozonschichten, Pipeline, Produktion, Reflexion, Speicherung,
Strahlungsbilanz, Stromproduktion, Strahlungsenergie, Transport, Treibhaus-Effekt,
Treibhaus-Gas, Schnee, Sonnenstrahlung, Strahlungsbilanz, Verdunstung,
Vulkan, Wärme, Wind, Wolke, Kohlendioxid -Management und - verarbeitung,
Treibhaus-Effekt, Umwandlung, Verbraucher, Verarbeitung, Wasserstoff |
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