Klima
im Wandel - Climate Change
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Klimakonferenz-COP18 Doha 2012 |
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Klimakonferenz-COP18 Doha 2012 |
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UNO Klimakonferenz COP18 in Doha (Qatar) 2012
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Türe zum Erreichen der Klimaziele schliesst sich rasant schnell
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Bestimmte Klimaziele können nur noch für wenige Jahre erreicht werden: Dies zeigt Thomas Stocker, Klimaphysiker der Universität Bern, in einem Artikel, der am 29. November 2012 in «Scienceexpress», der Vorausgabe der Fachzeitschrift «Science», erschienen ist.
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Die Beschränkung des Klimawandels auf maximal 2 Grad Celsius weltweite Erwärmung wurde zum ersten Mal 2009 am Klimagipfel in Kopenhagen verhandelt. Seither sind die CO2-Emissionen weiter gestiegen. Die dringliche Frage ist, ob das angestrebte 2 Grad Celsius-Klimaziel überhaupt noch erreichbar ist.
Thomas Stocker, Klimaphysiker der Universität Bern, zeigt in einem Artikel, der in der Vorausgabe der Fachzeitschrift «Science», «Sciencexpress», erschienen ist, dass bestimmte Klimaziele nur noch für wenige Jahre erreicht werden können. Er veranschaulicht dies anhand eines stark vereinfachten sogenannten Emissionspfads: Dieser geht für einige Jahre von einem «Business-as-usual»-Szenario aus, dem danach weltweite und langfristige CO2-Emissionsreduktionen folgen.
Dabei zeigt sich, dass zur Beschränkung der Erwärmung unter 2 Grad Celsius die Emissionen ab 2020 um mindestens 3.2 Prozent pro Jahr sinken müssen. Wenn solche Massnahmen erst 2032 greifen, müssen die CO2-Emissionen um mehr als doppelt soviel reduziert werden. Falls erst nach 2027 Emissionsreduktionen von maximal 5 Prozent pro Jahr greifen, wird das 2 Grad Celsius-Ziel nicht mehr erreichbar sein - die Türe zur Begrenzung des Klimawandels auf eine Erwärmung von 2 Grad Celsius wird sich für immer geschlossen haben.
«Dass gewisse Klimaziele bei weiterem CO2-Ausstoss nicht mehr zu erreichen sind, weiss man schon lange», sagt Thomas Stocker. «Aber gerade in Klimaverhandlungen findet diese fundamentale Information wenig Beachtung, weil bisher ein einfaches und einprägsames Bild davon fehlte.»
Die zunehmend technische Diskussion, immer komplexere Klimamodelle und detaillierte Emissionsszenarien sind zwar notwendig, lenken aber laut Stocker von der wesentlichen Tatsache ab, dass mit jedem Jahr «Business-as-usual»-Emissionen die Klimaziele in die Ferne rücken und schliesslich für immer unerreichbar werden.
«Es hat mich sehr frustriert, dass wir aus der Wissenschaft bisher nicht in der Lage waren, diese zentrale und politisch relevante Information in einer einfachen und klaren Grafik auszudrücken», sagt Stocker. Genau dies ist nun möglich, wie er in seinem Beitrag in «Sciencexpress» zeigt.
Der Bereich der «Unerreichbaren Klimaziele» wächst mit dem Aufschieben von globalen Emissionsreduktionen rasant schnell. «Die Türe zu möglichen Klimazielen schliesst sich zunehmend und wohl bald endgültig», meint Stocker.
Bibliografische Angaben:
Thomas F. Stocker: The Closing Door of Climate Targets, Perspectives, Sciencexpress, 29. November 2012. Page 1-4, doi: 10.1126/science.1232468
Über Thomas Stocker:
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Thomas Stocker wurde 2008 zum Ko-Vorsitzenden der Arbeitsgruppe «Wissenschaft» gewählt.
Thomas Stocker, Klimaforscher und Professor an der Universität Bern, leitet als Ko-Vorsitzender die Arbeitsgruppe des IPCC, welche sich mit den wissenschaftlichen und technischen Aspekten der Klimaerwärmung befasst.
Die 29. Vollversammlung des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), die vom 31. August bis zum 4. September 2008 in Genf tagte, hat Stocker zusammen mit dem chinesischen Professor Qin Dahe in dieses Amt gewählt.
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Der Weltklimarat (IPCC) ist das wichtigste wissenschaftlich-technische Organ zur Beurteilung der weltweiten Klimaänderungen. Alle fünf bis sechs Jahre veröffentlicht das IPCC einen Evaluationsbericht, in dem sämtliche Aspekte des Klimawandels (Wissenschaft, Auswirkungen auf die Ökosysteme, Emissionsminderungsmassnahmen und -techniken) erörtert werden. Die Arbeiten des IPCC haben massgeblich zur Entstehung der UNO-Klimakonvention und des Kyoto-Protokolls beigetragen.
Der 2007 erschienene 4. Bericht des IPCC hat wichtige Impulse für die Tätigkeiten des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und insbesondere der Vertragsparteienkonferenz vom Dezember 2007 auf Bali gesetzt. An dieser Konferenz hatten sich die Regierungen auf die sogenannte Bali-Roadmap geeinigt, welche einen Fahrplan für die Verhandlungen über das internationale Klimaregime ab 2012 vorgibt. Im Dezember 2007 wurde dem IPCC zusammen mit dem früheren US-amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore der Friedensnobelpreis verliehen.
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