Statistiken über die Schweiz: Bevölkerung
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Thema: Staatskunde - Statistiken Schweiz
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Ständige Wohnbevölkerung der Schweiz
Bevölkerung wächst und wird immer älter
Ende 2015 belief sich die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz provisorisch auf 8'325'600 Einwohnerinnen und Einwohner.

Damit ist sie gegenüber 2014 um 87'500 Personen gewachsen (+1,1%). Eine Zunahme war sowohl bei den Schweizerinnen und Schweizern (+38'500 Personen) als auch bei der ausländischen Bevölkerung (+49'100) zu verzeichnen.

Entwicklung der Wohnbevölkerung 2005 bis 2015
2015
2010 2011 2012 2013 2014
2005 2006 2007 2008 2009
Wohnbevölkerung - Demografische Strukturen

Einflüsse auf die Bevölkerungsentwicklung

Perioden mit stärkerem und schwächerem Bevölkerungswachstum

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Bevölkerung der Schweiz mehr als verdreifacht und ist von 2,5 Millionen Personen im Jahr 1860 auf 8 Millionen im Jahr 2012 gestiegen. Die Bevölkerung wuchs jedoch nicht konstant. In gewissen Zeiträumen stieg die Bevölkerungszahl stärker an, so beispielsweise Anfang der 1960er-Jahre, während in anderen Zeiträumen eine verlangsamte Zunahme oder sogar eine Abnahme der Bevölkerung zu verzeichnen war.

Am stärksten war die Wachstumsrate zwischen 1950 und 1970 mit durchschnittlich jährlich über 1,4 Prozent. Das schwächste Wachstum (+0,15%) wurde im Jahrzehnt 1970-1980, als Folge der Einwanderungsbeschränkung für ausländische Arbeitskräfte und der Wirtschaftskrise in den Jahren 1975 und 1976, verzeichnet. Mitte der 1970er-Jahre ging die Bevölkerungszahl der Schweiz sogar zurück (1976: -0,6%).

In den 1980er-Jahren war wieder eine Zunahme zu verbuchen (im Durchschnitt jährlich +0,6%), die sich in den 1990er-Jahren leicht verstärkte (Anstieg um durchschnittlich 0,7% in diesem Jahrzehnt). Ab 2000 lag die Zunahme durchschnittlich jährlich bei 0,9 Prozent, seit 2007 beträgt sie jedoch 1 Prozent oder mehr.

Komponenten der Bevölkerungsveränderung

Die beiden Komponenten der Bevölkerungsveränderung sind einerseits der Geburtenüberschuss, das heisst der Unterschied zwischen der Geburtenzahl und der Zahl der Todesfälle, und andererseits der Wanderungssaldo, das heisst die Differenz zwischen der Zahl der Einwanderungen und der Zahl der Auswanderungen.

Mit Ausnahme von 1918, dem Jahr der Spanischen Grippe, verzeichnete die Schweiz seit Mitte des 19. Jahrhunderts immer einen Geburtenüberschuss. Besonders hoch war dieser zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie während des Babybooms in den 1960er-Jahren.

Der Wanderungssaldo war bis Anfang der 1950er-Jahre relativ gering. Die Schweiz war Ende des 19. Jahrhunderts und zwischen 1910 und 1930 ein Auswanderungsland. Seit 1950 ist der Wanderungssaldo zu einem wichtigen Faktor der Bevölkerungsentwicklung geworden. Er unterliegt jedoch raschen und bedeutenden Schwankungen. So fiel er beispielsweise von +100'000 im Jahr 1961 auf -58'000 im Jahr 1975. Zwischen 1996 und 1997 verzeichnete die Schweiz einen negativen Wanderungssaldo. Seit Beginn des neuen Jahrtausends ist der Wanderungssaldo der Hauptfaktor der Bevölkerungsentwicklung der Schweiz. Gegenwärtig sind rund 80 Prozent des Bevölkerungswachstums auf den Wanderungssaldo zurückzuführen.


Weniger junge, mehr ältere Personen

Die Alterspyramide hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts beträchtlich verändert. Der Anteil der jungen Personen (unter 20 Jahren) ist von 40,7 Prozent im Jahr 1900 auf 20,9 Prozent im Jahr 2010 gesunken, während derjenige der älteren Menschen (über 64 Jahre) von 5,8 Prozent auf 16,9 Prozent gestiegen ist. Bei den Betagten (80 Jahre oder mehr) war die Zunahme besonders ausgeprägt (von 0,5% auf 4,7%). Dieses Phänomen der demografischen Alterung ist eine Folge der steigenden Lebenserwartung und vor allem der abnehmenden Geburtenhäufigkeit. Es wird sich im 21. Jahrhundert fortsetzen. Der Anteil der Personen ab 65 Jahren dürfte von 16,9 Prozent (2010) auf rund 28 Prozent im Jahr 2060 steigen.

Quelle: Bundesamt für Statistik BfS, Schweiz, August 2012

Szenarien der Bevölkerungsentwicklung der Kantone 2010-2035
UN Trend für die Schweiz bis 2050 Vergleiche mit Deutschland und Österreich
UN DESA 2015 Entwicklung der Weltbevölkerung 2015 - 2050
Demografische Alterung - Soziale Sicherheit

Bevölkerungsentwicklung

Die Veränderung der Zahl der ständigen Wohnbevölkerung ist auf folgende Komponenten zurückzuführen:

1) Geburtenüberschuss,

2) Wanderungssaldo, inklusive Übertritte von der nichtständigen Wohnbevölkerung in die ständige Wohnbevölkerung und

3) Bestandesbereinigungen.

Geburtenüberschuss: Differenz zwischen Geburten und Todesfällen.
Einwanderung: Effektive Einwanderung im betreffenden Kalenderjahr und Übertritte von der nichtständigen Wohnbevölkerung in die ständige Wohnbevölkerung des gleichen Jahres.
Übertritt von der nichtständigen Wohnbevölkerung in die ständige Wohnbevölkerung: Die Personen mit einer gültigen Anwesenheitsbewilligung (Ausweis L, F oder N), die sich seit weniger als einem Jahr in der Schweiz aufhalten, zählen zur nichtständigen Wohnbevölkerung. Nach einem Aufenthalt von mindestens einem Jahr werden sie zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt, sofern ihre Anwesenheitsbewilligung noch gültig ist.
Wanderungssaldo: Differenz zwischen Ein- und Auswanderungen.
Bestandesbereinigung: Alle Veränderungen der Bevölkerungszahl, die nicht auf demografische Bewegungen zurückgeführt werden können.

Seit dem Statistikjahr 2013 präsentiert das BFS die Migrationszahlen in veränderter Form. Die Übertritte von der nichtständigen Wohnbevölkerung in die ständige Wohnbevölkerung werden zur Einwanderung und somit auch zum Wanderungssaldo gezählt. Diese Änderung wurde rückwirkend ebenfalls auf die Jahre 2011 und 2012 angewandt.

Quelle: Text Bundesamt für Statistik BfS, Schweiz, September 2014
Demografische Alterung der Schweiz - Alter und Soziale Sicherheit

Wohnbevölkerung der Schweiz 2014

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Weitere Informationen
Statistik Schweiz: Demographie
Arbeit und Karriere: Wie es nach 50 weitergeht Kanton Zürich: Altersverteilung 1970 - 2050
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